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Antennenfernsteuerung mit Motor

Alfred Rimke, 03/2006

 

Kleine Motoren sind heutzutage recht preiswert, besonders, wenn man sie in der Bastelkiste hat oder aus einem Kassettenrekorder, Videogerät usw. ausgeschlachtet hat. Und sie können noch recht nützlich sein, wenn man eine kleine Richtantenne drehbar machen will oder den Drehkondensator in einer selektiven aktiven Empfangsantenne abstimmen und diese dazu noch extern außer Handreichweite betreiben möchte. Diese Motoren sind Gleichstromtypen – sie können sowohl rechts- als auch linksherum drehen. Und das ist für unseren Zweck wichtig.

An Material braucht man zwei Relais, einen Motor, einen kleinen Kippschalter mit Mittenstellung (vorteilhaft, wenn die äußeren Stellungen nicht rasten, sondern selbstständig in Mittenstellung zurückfedern), eine Stromversorgung (evtl. Gleichstromsteckernetzteil 9 V / 0,2 A), einen Elko und einen Widerstand mit ca. 1 – 2 Watt Belastbarkeit und kleiner als ein Kiloohm.

Zur Funktion: Die Betriebsspannung Ub+ richtet sich nach dem Bedarf der Relais und des Motors und dürfte normalerweise zwischen 9 V und 12 V liegen. Nun soll der Motor einen Drehkondensator bewegen, aber bitte recht langsam. Zum Einstellen der Drehgeschwindigkeit dient der Widerstand und hat einen Wert unter einem Kiloohm (ausprobieren!). Weil aber der Motor bei langsamer Umdrehung und unter Belastung nicht anlaufen wird, kommt der Elko (1000 µF) zur Wirkung. Dieser Kondensator ist im Ruhezustand über den Widerstand entladen und gibt dem Motor beim Einschalten einen kurzzeitigen Schubs, der ausreicht, den Motor zu bewegen. Beide Arbeitskontakte der Relais sind im Ruhezustand an Minus gelegt. Das hat die Wirkung, dass der Motor bei Ruhe kurzgeschlossen ist, um ein Nach- bzw. Auslaufen des Motors zu verhindern.

Wie schon angedeutet, müssen die Werte des Widerstandes, des Elkos und der Betriebsspannung ausprobiert werden. Und wenn das fertige Gerät so funktioniert wie geplant, dann ist die Gaudi groß und die Mühe hat sich gelohnt.

Anmerkung: Mit Drehkos, die einen Poti besitzen, lässt sich in Verbindung mit einem kleinen und leicht erhältlichen Zeigerinstrument die Schaltung um eine Abstimm- bzw. Stellungsanzeige erweitern.

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