HF-Data Link

HFDL dient der Datenübertragung zwischen Flugzeugen und den Bodenstellen ihrer Luftfahrtgesellschaften. Auf den Frequenzen der Luftfahrtgesellschaften werden Informationen übermittelt, die der Wirtschaftlichkeit, aber auch der Sicherheit des Flugbetriebes dienen. So gehören Wetterinformationen, navigatorische Hinweise, Betriebsparameter der Flugzeuge, Personenanfragen und vieles mehr zu den Inhalten. Bis heute wird der Kontakt noch zahlreich per Sprachübermittlung vollzogen, doch seit den 90iger Jahren statten immer mehr Fluggesellschaften ihre Flugzeuge mit der von ARINC entwickelten Technik zur Datenübertragung aus. Dazu sind besondere Frequenzen vergeben. Die Kontaktaufnahme erfolgt auf ihnen automatisch – verbale Anfragen und die Vermittlung durch die Boden-Flugfunkdienste sind nicht mehr erforderlich. Dies vereinfacht nicht nur den Betrieb, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die Frequenzökonomie. Immerhin werden Informationen digital in sekundenschnelle ausgetauscht, was bedeutet, dass die Frequenzen wesentlich kürzer belegt sind.

HFDL ist der Kurzwellenpedant zu ACARS, welches schon früher zur Erleichterung des Funkverkehrs im Nahbereich auf VHF-Frequenzen eingesetzt wurde. . . . → …weiter lesen: HF-Data Link

Flugwetter weltweit – Volmet auf Kurzwelle

Möchte sich ein Pilot Informationen über das Wetter oder die Wettervorhersage eines bestimmten Flugplatzes einholen, bietet sich ihm die Möglichkeit dies über ein Volmet zu tun. Volmet Stationen senden diese Informationen im Klartext für bestimmte Gebiete auf festen Frequenzen und Uhrzeiten. Für nahegelegene Flugplätze kann der Pilot für diese Meldungen auf eine Volmet Station auf UKW zurückgreifen. Doch möchte er wissen, wie das Wetter auf einem weit entfernten Flughafen wird, kann er sich der Kurzwelle bedienen.

Volmet Stationen senden in der Regel in englischer Sprache auf USB. Ausnahmen gibt es natürlich. Dabei handelt es sich dann meist um Volmets in der russischen Region. Die Stationen sind für bestimmte Gebiete zuständig. Im einzelnen handelt es sich dabei um die Folgenden:

AFI – Africa CAR – Caribbean EUR – Europa MID – Middle East NAT – North Atlantic NCA – North Cebtral Asia PAC – Pacific SAM – South America SEA . . . → …weiter lesen: Flugwetter weltweit – Volmet auf Kurzwelle

GMDSS – Was bedeutet die Kurzwelle noch für den Seefunk

GMDSS bedeutet ,,Globale Maritime Distress and Safety System”. Damit wurde seit 1.2.1999 ein automatisches Notrufsystem endgültig eingeführt, dessen Ausrüstung für Schiffe ab 300BRT auf internationalen Gewässern Pflicht ist. Außerdem ist es geeignet, sich in Telefon-Landnetze einzuwählen. Damit ersetzt es den klassischen Seefunk mit den Küstenfunkstellen als Schnittstelle zwischen Schiff und Land. Die manuelle Hörbereitschaft, sowohl seitens der Schiffe als auch der Küstenfunkstellen wurde damit überflüssig. Wohlbemerkt, die ,,Hör”bereitschaft. Es hat sich dahingehend geändert, dass eine Bereitschaft auf automatisch einlaufende Meldungen gewährleistet sein muss. Im Grunde bedient sich das GMDSS allen gängigen Übertragungsmedien, das sind Satelliten (INMARSAT, SAR-SAT), Grenzwelle (GW), Kurzwelle (KW) und Ultrakurzwellen (UKW). Darüber wird MMSI (Maritime Mobile Service Identiy), ein eigens dafür geschaffener Adressformalismus eingesetzt, der mittels DSC (Digital Selektiv Calling) individuelle Schiffskennungen an die Rettungsleitstelle übermittelt. Auf diese Art ist es möglich, einem Notruf neben der Position, Zeit und Notursache auch das konkrete Schiff zuzuordnen. Dabei . . . → …weiter lesen: GMDSS – Was bedeutet die Kurzwelle noch für den Seefunk

Wetterfaxempfang mit JVComm32 auf Kurzwelle

Dieser Artikel wendet sich hauptsächlich an Einsteiger, die sich bisher noch nicht mit dem Empfang von Wetterfax beschäftigt haben. Aber vielleicht findet auch der Wetterfax Profi den ein oder anderen nützlichen Hinweis.

Worüber reden wir ? Einige Institute die sich mit dem Wetter und dessen Vorhersage beschäftigen bieten für verschiedene Nutzer eine Palette an Dienstleistungen an. Eine dieser Dienstleistungen ist unter anderem das Aussenden von Wetterkarten, Bodenanalysen oder Wetter bzw. Seegangsvorhersagen per Fax über Kurzwelle, UKW oder Satellit. Nutzer dieser Dienste ist zum Beispiel die See und Luftschiffahrt. Mit den Sendungen auf Kurzwelle werden wir uns nun etwas näher beschäftigen.

Was brauchen wir dazu ? – einen guten Kurzwellen SSB-Empfänger zum Empfang der Faxsendungen, – einen PC um das Fax “sichtbar” zu machen, – Hardware zum decodieren der Signale, – eine Software die uns die Decodierung und die Ausgabe des Faxes ermöglicht.

Kurzwellenempfänger: Ein Empfänger der Mittelklasse sollte für . . . → …weiter lesen: Wetterfaxempfang mit JVComm32 auf Kurzwelle

Empfang von NDB’s

An einem Abend im November ging ich gezielt dem Empfang von NDBs (Non Directional Beacons) nach. Diese rundstrahlenden Baken mit geringen Leistungen von ca. 10W bis 1kW garantierten  Reichweiten von ca. 20 km bis 250 km und fungieren in der See- und Luftnavigation als Fixpunkte. Sie beinhalten außer ihrer im Morsecode getasteten Kennungen und den in den Karten angegebenen Koordinaten keine weiteren Informationen und werden zum Anpeilen verwendet. Somit dienen sie als direkter Ziel- bzw. Überflugpunkt oder zur Eigenpeilung der Fahrzeuge mittels Kreuzpeilung. Aufgrund ihres meist 24-stündigen Betriebes eignen sie sich für den SWL und Funkamateur hervorragend als Ausbreitungs-Indikator oder zur Ausrichtung der Antenne. Da die Reichweitenangaben garantierte Werte darstellen, sind in der Praxis mit deutlich höheren Reichweiten zu rechen. Verwendung findet in Mitteleuropa der Frequenzbereich von 280 bis 490kHz, weshalb hier die Ausbreitungsbedingungen der Langwelle zu berücksichtigen sind. Insbesondere Mehrwegausbreitungen, hervorgerufen durch Reflexionen und Ablenkungen an Geländegrenzen mit . . . → …weiter lesen: Empfang von NDB’s