Neben hausgemachten Störungen (Man Made Noise) treten auf den Kurzwellenbändern vorallem atmosphärische Störungen auf. Ursache dafür sind hauptsächlich Gewitter, die um die Erdkugel verteilt auftreten. Auf den Grafiken ist erkennbar, dass deren größte Tätigkeit innerhalb des tropischen Gürtels auftreten. Erklärbar ist dies durch die Tatsache, dass hier durch die große Sonneneinstrahlung und damit verbundene Wärme die größten konvektiven Luftbewegungen stattfinden. Dies fördert die Gewittertätigkeit. Es zeigt sich auch, dass sich diese größtenteils auf die Landmassen konzentrieren, da hier der Erwärmungseffekt am größten ist. Über den Wasserflächen nimmt sie demgemäß ab.

Die zugrunde liegenden Daten sind nach I.F.R.B. Technical Standard A2 entnommen. Die geografische Auflösung für die eingesetzten Werte beträgt für die Längengrad 15°, für die Breitengrade 10° (zwischen 40°N – 40°S), 20° (zwischen 40°N – 60°N und 40°S – 60°S) sowie 30° (zwischen 60°N – 90°N und 60°S – 90°S).
Die Angaben für die Nacht bezieht sich auf den Zeitraum 20:00 bis 04:00 Uhr entsprechender Ortszeit, für Übergang gilt 16:00 bis 20:00 Uhr und 04:00 bis 08:00 Uhr entsprechender Ortszeit und für Tag 08:00 bis 16:00 Uhr entsprechender Ortszeit.
Die Werte geben die Verteilung der Jahreshöchstwerte der Störgrade über dem Erdboden an. Dies ist für die Planung von Kurzwellenverbindungen relevant.
Die violetten Linien im Koordinatennetz geben den Äquator sowie den nullten Längengrad an, um die Orientierung zu erleichtern.