Es mutet schon fast steinzeitlich an, die Frequenzanzeige eines Kurzwellenempfängers moderner Bauart und in seiner Preisklasse hervorragenden Empfangsleistungen nach der 1 kHz-Stelle enden zu lassen, zumal intern 8 Hz-Schritte erzeugt werden.
Zugegeben, eine Anzeige mit 1Hz-Stelle läßt schon die Frage nach dem Nutzen aufkommen, aber 10 Hz scheinen insbesondere zum Empfang von Funkfernschreiben durchaus als angebracht. Der VFO des HF-150 hat die positive Eigenschaft, bei der Betriebsart LSB / USB mit einer Umdrehung recht genau auf 1 kHz aufzulösen, wenn man in langsamer Gangart kurbelt. Diese Tatsache lässt sich immerhin nutzen. Außerdem ist in jeder Betriebsart ein voller kHz-Schritt erreicht, wenn die Anzeige wärend des Kurbelns auf den nächst höheren Wert springt.
Insbesondere bei vielen Kofferempfängern sind die VFO, oder besser Frequenzeinstellknöpfe, rastend. Hier kommt es auf die Teilung an, ob es bei einer vollen Umdrehung zu einer sinnvollen Skaleneinteilung reicht, z.B. 10, 25, 50 usw..
Die Abbildung zeigt, wie eine Orientierung auf weniger als 50 Hz möglich ist. Zur Anbringung der Symbole (am Besten eignen sich Reibesysmbole) kann der VFO-Knopf mit einem Inbus-Schlüssel gelöst werden. Die hier im Bild gezeigten Aufkleber stammen von der Beilage eines Videobandes.
So primitiv es erscheinen mag, auf diese Art und Weise lassen sich sicher auch für andere Empfänger ohne großen Aufwand eine Verbesserung des Gebrauchswertes erzielen, ggf. auch mit Frequenzwerten für den BFO, Notchfilter, stufenlose Filtereinstellungen etc.. Eine Nachahmung ist keine Schande! Vielmehr darf man sich fragen, weshalb die Hersteller nicht auf solche Gedanken kommen. Immerhin bezahlt der Käufer ja schon den Aufwand für eine Aufschrift wie: SUPER MULTI-BAND WORLD RECEIVER, oder so ähnlich.

Abb.: Diese primitive Verbesserung des Anzeigekomforts lässt sich bei einer Vielzahl von Geräten
anwenden.