Die Sonne erwacht – der 24. Zyklus beginnt?

Schon einmal vermutete man, der 24. Sonnenfleckenzyklus hätte begonnen. Dies war im November 2008, als der R12-Mittelwert von 3,3 seit dem Abstieg vom Dezember 2001 im Mai 2008 wieder anstieg. Immerhin: Das R12-Mittel berücksichtigt 12 Monatsmittelwerte, sodass man einen Anstieg erst sechs Monate nach seinem Beginn überhaupt feststellen kann. Und das gibt einem bei der Prognose eine gewisse Sicherheit. Aber es kam anders. Der R12-Wert fiel erneut und erst im Juli 2009 ließ sich feststellen, das dieser Wert wieder anstieg. Es spricht für den noch trägeren P17-Wert, dass er diesen Anstieg nicht mitmachte. Im September 2009 und, wenn man bedenkt, dass das Minimum der arithmetischen Monatsmittelwerte von 1,7 Flecken so gering ist, wie in keinem der 22 Zyklen zuvor, darf man heute vorsichtig den Beginn des 24. Sonnenfleckenzyklus prognostizieren. Selbst der robuste P17-Wert deutet seit November 2008 keinen Abstieg mehr an.

Datum

Arithmetischer Monatsmittelwert

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Christian Vision, Rundfunksendestelle Jülich

Bilder der Rundfunksendestelle Jülich vom Juli 2008. Seit kurzer Zeit im Besitz von Christian Vision.

 

Die kleine Schwingkreis – Lehre

Von Schwingkreisen ist auf den Seiten des VFO-Magazins oft die Rede. Und kein Fachbuch der Frequenztechnik kommt an der Behandlung des Schwingkreises vorbei. Kein Wunder, denn selbst jede Antenne – ja, jedes Stück Draht stellt einen Schwingkreis bzw. einen Teil eines Schwingkreises dar. Doch an einer leicht verständlichen Darstellung der Zusammenhänge, insbesondere für Nichtelektroniker, mangelt es sehr. Hier soll der Versuch gemacht werden, zunächst das Funktionsprinzip auf eine anschauliche, ja bildliche Weise zu erläutern. Daran schließt sich eine Übersicht über die grundlegenden Schaltungsarten und deren prinzipiellen Unterschiede hinsichtlich ihrer Wirkung an. Diese ermöglichen es, auch komplizierte Schwingkreiskombinationen aus Schaltungen herauslesen und ihre Funktion deuten zu können. Auf die Vielzahl spezieller Kombinationsmöglichkeiten, die in der Frequenztechnik Anwendung finden sowie auf Bauteildimensionierungen soll hier verzichtet werden. Ferner ist hier nur passive Technik beschrieben – die Dimensionierung aktiver Filter, bei denen die Sollfrequenzen durch RC-Rückkopplung an Operationsverstärkern verstärkt oder gedämpft werden, sind . . . → …weiter lesen: Die kleine Schwingkreis – Lehre

“Offline” GPS mit Java-fähigem Smartphone

Handys werden immer mehr zum Mehrzweckwerkzeug. Auch GPS Empfang und die damit verbundene Navigation erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Selbst einige Geräte die den GPS Empfänger bereits integriert haben sind auf dem Markt erhältlich.

Diese GPS fähigen Smartphones nutzen in der Regel online Navigation. Je nach eingesetzter Software wählt sich das Telefon nach Angabe einer Adressen oder eines Zieles über den Mobilfunk-Provider per Datenfunk zum Anbieter der Navigations-Software ein. Dort wird die optimale Strecke vom Standort zum Ziel berechnen und die Informationen samt zugehöriger Karte zurück auf das Handy geladen. Die Bewältigung der Strecke kann danach beginnen. Je nach Anbieter werden Verkehrsmeldungen ebenfalls über Datenfunk abgefragt und fließen in die Streckenberechnung ein.

Vorteile ergeben sich aus der Größe und Kompaktheit des Gesamtgerätes. Außer dem Mobiltelefon, ein interner GPS Empfänger vorausgesetzt, muss kein weiteres Gerät mitgenommen werden. Datenfunkempfang vorausgesetzt, ist die Navigation kurzfristig und unabhängig von offline vorhandenem Kartenmaterial möglich.

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Empfang des P56 Amateurfunk-Ballon

Seit ihrem ersten Start, im Jahre 2004, bringt der DARC Ortsverband P56 (Taubertal-Mitte) [1] regelmäßig Amateurfunk-Ballons in die Luft. Der bisher eingesetzte Ballon verfügt jeweils über einen VHF und einen UHF Sender. Neben einer schwenkbaren Videokamera für SSTV und ATV sowie einem GPS Empfänger enthält er als Nutzlast unterschiedliche Sensoren und Messgeräte. So können unter anderem Geschwindigkeit, Höhe und Temperatur aufgezeichnet und ausgesendet werden. Im Idealfall fliegt der Ballon etwa 3 Stunden und steigt dabei auf eine ungefähre Höhe von etwa 30000m um dann wieder auf den Boden zu sinken.

Am 23.05.2008 war es, anlässlich der Einweihung einer neuen Wetterstation an einer privaten Mädchenschule in Luxemburg-Stadt wieder soweit. Neben der Aussendung von APRS/Telemetrie Daten auf VHF und UHF, waren Sprachausgabe und SSTV Aussendungen auf 145,200 MHz geplant. Gestartet werden sollte um 0745 UTC.

An einem von Luxemburg-Stadt etwa 100 km entfernten und auf etwa 430m Höhe liegendem Empfangsstandort in . . . → …weiter lesen: Empfang des P56 Amateurfunk-Ballon

RTL Junglinster, Luxembourg

Bilder der RTL Sendeanlage in Junglinster, Luxembourg von 2007.

 

Preselektor – Mit wenig Aufwand viel erreichen!

Wesentliche Merkmale zu Preselektoren sind schon im Beitrag des VFO-Magazin „Dimensionierung eines Pi-Filters” beschrieben worden. Ein Pi-Filter sorgt für die Anpassung der Antenne und einer gewissen Selektivität, die gleichzeitig zur Entlastung der Empfängereingangsstufe beiträgt. Letzteres lässt vor Allem den zur Verfügung stehenden Dynamikumfang des Empfängers besser ausschöpfen. Die Frequenzselektion bewirkt, dass weniger des breitbandigen aber ungenutzten Signalangebotes der Antenne zu verarbeiten ist. Dieses übersteuert nämlich oft die Empfangsstufen des Empfängers und führt zu Desensibilisierung, weil die Halbleiter im gesättigten Zustand arbeiten. Mit dem Preselektor sinkt daher trotz der besseren Antennenanpassung (höhere Signalleistung auf der gewünschten Frequenz) die insgesamt zu verarbeitende Signalleistung. Im Ergebnis bietet er einen ruhigeren, störungsärmeren Empfang und dabei eine Steigerung der Empfängerempfindlichkeit. Dieser Effekt macht sich umso bemerkbarer, je geringer der Dynamikumfang des Empfängers ist. Ganz profan gesagt: Der Einsatz eines Preselektors bewirkt umso mehr, je schlechter der Empfänger ist.

Vorhaben

Die in o.g. . . . → …weiter lesen: Preselektor – Mit wenig Aufwand viel erreichen!

Einfache Doppelquad für DVB-T im Selbstbau

Mittlerweile ist das “Überallfernsehen” DVB-T in großen Teilen Deutschlands und auch in Teilen Europas zu empfangen. Das viele potentielle Nutzer jedoch Empfangsprobleme haben, liegt sicherlich auch an oft als ungenügend einzustufenden Antennen, die mit vielen Empfängern ausgeliefert werden.

Gezeigt werden soll, wie man mit dem Selbstbau der aus dem WLAN und Amateurfunkbereich bekannten und verbreiteten Doppelquad Antenne diesem Problem entgegenwirken kann. Materialkosten von ein paar Cent für zwei Schweißdrähte aus dem Baumarkt und ein Stück Koaxkabel mit Stecker machen den Selbstbau noch interessanter. Im folgenden sollen die Grundlagen für den Bau geschaffen, eine Idee zum praktischen Aufbau gezeigt und zum experimentieren angeregt werden.

DVB-T Frequenzen

Grundlage für den Bau der Antennen ist die Wellenlänge (Lambda) der zu empfangenden Frequenzen. Möchte man den gesamten Frequenzbereich empfangen wird man die Antenne idealerweise für die Mittelfrequenz berechnen. Bei Bedarf kann auch eine Antenne für eine spezielle Frequenz oder einen speziellen . . . → …weiter lesen: Einfache Doppelquad für DVB-T im Selbstbau

Radio St. Helena Day 2007

Auch in diesem Jahr traf sich die Redaktion des VFO-Magazin zum St. Helena Fieldday in der Eifel. Als Standort wurde für diese Aktivität zum ersten mal der “Gänsehals” gewählt. Trotz der bitteren Kälte am Abend und in der Nacht hatte man wie gewohnt viel Spaß beim Hobby.

Radio St. Helena konnte ab 17.30 UTC bis zum Sendeschluss gut aufgenommen werden. Trotz der unterschiedlichen Beam-Richtungen war der Empfang durchgehend völlig problemlos möglich. Später am Abend, als unter anderem für Europa gesendet wurde, konnte der Empfang sogar mit SINPO 55545 bewertet werden.

Hier nochmals der Hinweis, das Empfangsberichte nur bestätigt werden, wenn sie über den Postweg in Jamestown eintreffen und entweder drei IRCs, USD 5,00 oder EUR 5,00 für Rückporto enthalten. Empfangsbericht die per Email oder Fax eintreffen, werden nicht bestätigt.

 

Adresse:

Radio St. Helena, P.O. Box 24, Jamestown, St. Helena Island, STHL 1ZZ, South Atlantic Ocean

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DX in der Dämmerungszone (Greyline DX)

Die Schichten der Ionosphäre nehmen, abhängig von der Tageszeit, unterschiedlich Einfluss auf die Ausbreitungsbedingungen der Kurzwelle [1][2]. Am Tag und in der Nacht sind die Verhältnisse relativ klar. Absorbiert tagsüber die D-Schicht niederfrequente elektromagnetische Wellen, können diese durch die Zurückbildung der D-Schicht in der Nacht passieren. Niederfrequente elektromagnetische Wellen werden dann erst an der E oder F-Schicht reflektiert.

Zur Zeit des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs ist dies nicht mehr so eindeutig. In der Dämmerungszone, der Übergangszeit zwischen Tag und Nacht, entsteht die D-Schicht erst langsam, beziehungsweise bildet sich Stück für Stück zurück. In dieser Zeit ist es möglich, dass flach einfallende niederfrequente elektromagnetische Wellen weder von der D-Schicht absorbiert noch ohne Beeinflussung durchgelassen werden. In diesem Fall kommt es vor, das das Signal gekrümmt und abgeflacht wird und somit auch in einem flacheren Winkel auf die E oder F-Schicht trifft. Von dort wird das es reflektiert und gelangt ebenso . . . → …weiter lesen: DX in der Dämmerungszone (Greyline DX)